Davos


Davos
Davos,
 
bündnerromanisch Tavau, Hochtal im Kanton Graubünden, Schweiz, durchflossen vom Landwasser, einem Nebenfluss der Albula. Am oberen Ende liegt der kleine Davoser See (1 559 m über dem Meeresspiegel, 0,6 km2) und die von einem Bergsturz gebildete Wasserscheide (1 633 m über dem Meeresspiegel) gegen das Prättigau. Das Davos bildet den Kreis und die Gemeinde Davos mit den Ortsteilen Davos-Platz (1 543 m über dem Meeresspiegel) und dem nördlich davon gelegenen Davos-Dorf, im Bezirk Oberlandquart, 255 km2, 11 200 Einwohner (Nachkommen der im 13. Jahrhundert angesiedelten Walser). Schweizerisches Forschungsinstitut für Medizin und Hochgebirgsklima, zahlreiche Sanatorien, Kliniken und Kuranlagen, Kongresshaus (1963-65) von E. Gisel, Kirchner-Museum, Bergbaumuseum, Heimatmuseum. In Davos-Platz Kirche Sankt Johann Baptista (13.-16. Jahrhundert), Paradiesfenster (1928) von Augusto Giacometti. Davos ist dank des sonnigen, geschützten Winterklimas ein viel besuchter Kurort (seit 1865) und Wintersportplatz mit Eisstadion und Sportzentrum; Physikalisch-Meteorologisches Observatorium Davos; Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung; Standseilbahnen auf die Schatzalp und zum Weißfluhjoch (Parsennbahn), Luftseilbahnen u. a. auf das Jakobshorn, 2 Sessel- und 26 Skilifte. - Das Tal und die Siedlung Davos gehörten ursprünglich dem Kloster Churwalden, später den Herren von Vaz, die im 13. Jahrhundert deutschsprachige Walser ansiedelten. Davos war Tagsatzungsort der Gerichte und auch der Drei Bünde, deren Großer Rat letztmals 1807 in Davos tagte.
 
 
F. Duerst u. H. Wetli: D. u. seine Täler (Basel 1964).
 

Universal-Lexikon. 2012.

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